Fox Glacier

Obwohl die Fjordlandgegend bzw. die Südalpen eine wirklich atemraubende Landschaft und eine schier unendliche Anzahl verschiedenster Aktivitäten bieten, war es langsam an der Zeit dem Landstrich den Rücken zu kehren und langsam aber sicher gen Norden zu ziehen. Letzter Zwischenstopp in den Südalpen sollte daher ein Gebiet an der Westküste werden, welches es versteht jährlich zigtausende von Besuchern anzuziehen. Verständlich also, dass auch wir hier nicht fehlen wollten.

Hintergrund des, insbesondere im Sommer nicht abreißen wollenden, Besucherstroms, sind zwei Gletscher, die zu den Füßen der Orte Fox Glacier und Franz Joseph Glacier liegen. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass Orte, die ihre Attraktion bereits im Namen tragen, ganz und gar auf diese ausgerichtet sind. Und tatsächlich hat man beim Besuch der wirklich überschaubaren Ortschaften das unweigerliche Gefühl, das deren Existenz ausschließlich auf die vorliegenden Naturattraktionen beruht. So finden sich neben Tourenanbietern für die Gletscher, einige Restaurants und Cafés sowie Unterkünfte, die die Touristen aufzunehmen versuchen (die Rechtschreibprüfung schlug im Übrigen gerade auszunehmen statt aufzunehmen vor…), die es nicht anstreben, einen der beiden Gletscher in einer, mit langen Fahrten verbundenen, Tagestour aus den nächst größeren Orten zu besuchen.

Da auch wir zu der letztgenannten Truppe gehörten, ging es für uns auf einen Campingplatz in Fox Glacier, auf dem wir, aufgrund mäßiger Wetterprognose, eine Cabin bezogen, statt unser Zelt aufzuschlagen.

Fox Glacier bietet gegenüber der lediglich 20km entfernten Schwesternstadt Franz Joseph Gletscher den Vorteil, dass der Hausgletscher noch nicht ganz die touristischen Massen anzieht, wie der weitaus berühmtere Nachbar. Des Weiteren bietet einem der Fox Gletscher, insofern man auf eine geführte Tour verzichtet, die Möglichkeit näher an das Eis zu kommen, als es beim Kollegen nebenan der Fall ist.

Besser ist in jedem Fall jedoch auf einen der zahlreichen Tourenanbieter zurückzugreifen, die einem von Halbtages- über Ganztages- bis hin zu Helikoptertouren, inklusiver Zwischenlandung auf dem Gletscher, das Eis wesentlich näher bringen, als es der Fall ist, wenn man nur die Front der wuchtigen Eismasse zu Gesicht bekommt. Prinzipiell ist es zwar möglich auch auf eigene Faust den Gletscher zu besteigen, das DOC rät jedoch eindringlich von dieser Möglichkeit ab. Als zweckmäßiges Mittel wird dabei auch nicht davor zurückgeschreckt, Besuchern vor den entsprechenden Absperrungen mit Zeitungsauschnitten über im Eis getötete Touristen über die auf dem Gletscher bestehende Gefahren aufzuklären.

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Da unsere Gletschererfahrungen sich bis zu diesem Zeitpunkt auf das herumschippern auf einem Gletschersee beschränkten, ging es auch für uns mit unserer mit Spitzhacke, Isomatte (wieder mal vergessen zu fragen, für was die gut sein soll) und Seilschaften ausgerüsteten Guide(in) sowie zwölf weiteren Leuten innerhalb einer geführten Tour auf das Eis.

Wer jemals die Möglichkeit bekommen sollte auf einen Gletscher zu kommen, der zudem nicht komplett von Schneemassen bedeckt ist, sollte diese in jedem Fall wahrnehmen. Nicht nur das es schon abenteuerlich anmutet mit Crampons unter den Füßen und Alpenstock in der Hand über das Eis zu schlurfen, auch die bizarre Landschaft bestehend aus eisigen Schluchten, Flüssen und  sowie der surreale Ausblick auf dem Gletscher sind den Aufstieg alle Male wert.

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Nach unserem Ausflug auf den Fox Gletscher hieß es nun wirklich endgültig Abschied nehmen von den Alpen und Fjorden im Süden Neuseeland. Nächster Stopp, Kaikoura an der Ostküste der Südinsel.

Ein Kommentar zu “Fox Glacier

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