Südafrika

Kinder wie die Zeit vergeht… Vor exakt zwölf Monaten wurde uns stark bewusst, dass unsere nun schon seit fünf Monaten andauernde Reise ein baldiges Ende finden sollte, waren es doch nur noch vier Wochen, bevor uns der Alltag in Berlin zurück haben sollte. Ärgerlich aber unausweichlich waren irgendwann auch die letzten Tage gezählt und wir saßen wieder im Flieger und kurze Zeit später auf unserer Couch, liebevoll empfangen, jedoch mit dem unweigerlichen Gefühl das sich für uns sehr viel, hier jedoch fast gar nichts verändern haben sollte. Dementsprechend fix waren wir zurück in unserem alten Leben und die Reise so weit weg, dass wir es nicht einmal für realistisch empfanden unsere Erlebnisse in Mexiko und Curacao niederzuschreiben, konnte uns doch von nun an wieder jeder persönlich fragen, was wir wann und wo genau erlebt hatten und wie es uns ergangen ist.

Obwohl die Hoffnung zuletzt stirbt, dass sich auch noch der letzte Bericht irgendwann in eine digitale Form ergießt, machen wir einen großen Sprung nach vorne in das hier und jetzt, dass uns nach knapp einem Jahr wieder in die Ferne zieht. Dieses Mal nur für schnöde dreieinhalb Wochen, aber mit der Hoffnung im Gepäck, dass die Rückkehr in die Heimat weniger schmerzvoll verläuft und wir uns gegenseitig keine psychotherapeutischen Gespräche zukommen lassen müssen.

Die Auswahl unseres Reiseziels für unseren Kurztrip gestaltete sich diesmal alles andere als einfach. So gibt es an noch offenen Zielen zwar keinen Mangel, jedoch fand sich auch immer irgendwas zu meckern, was uns nicht so recht gefallen wollte, ein wirklich Nerv tötendes First-World-Problem.

So ist Kanada für die Jahreszeit zu kalt, Europa zu nah, die Zeit für das noch ausstehende Patagonien zu kurz und Asien zu bekannt. Oder vielleicht doch nicht? Indien fehlt doch eigentlich noch, oder vielleicht etwas kleiner und dafür übersichtlicher Sri Lanka direkt darunter, ist da nicht schon wieder Frieden seit einiger Zeit? Ach so, mehr so pauschal Urlaub, Reisen nur mit Zug der nicht überall hinfährt oder eigenem Fahrer. Urlaub zu dritt also, wenngleich mit jemand Unbekannten, das sind ja Aussichten. Was denn dann bitte? Ach wie Kuba öffnet sich langsam? Wäre es dann nicht an der Zeit dort noch schnell vorbei zu schauen, um das „alte“ Kuba zu erleben, bevor das Land nur ein weiterer Abklatsch der restlichen karibischen Inseln wird? Was macht man denn in Kuba so? Städte und Strände… Mmh, klingt voll nach uns, noch andere Optionen?

Gesucht wurde somit ein Land, dessen Temperaturen eher an Sommer, als an den heimischen Winter erinnern, dass optimal individuell zu bereisen ist und in dem bei der Fortbewegung im Idealfall auf eigene, wenngleich gemietete, vier Räder zurückgegriffen werden kann (danke Costa Rica, Australien, Neuseeland und die USA, ihr habt uns versaut).

Glücklicherweise fand sich ein Land für uns, dass perfekt in dieses Schema passen sollte. So befindet sich Südafrika auf der Südhalbkugel und somit derzeit im Sommer, hat ein hervorragend ausgebautes Straßennetz, liegt zudem auf einem Kontinent, der auf unserer Liste noch fehlt und bietet eine Flora und Fauna, die wir so bisher auch noch nicht sehen durften.

Dreieinhalb Wochen ziehen wir somit durch dieses hoffentlich schöne Land von Johannesburg über den Krüger Nationalpark durch das Swasiland hinunter bis in die Drakensberge. Von dort ein kleine Überbrückung mit dem Flieger nach Port Elizabeth, um dann irgendwie entlang der Garten Route und durch das Weingebiet final in Kapstadt anzukommen.

Südafrika, dann lass mal sehen!

Flag_of_South_Africa.svg

Ein Kommentar zu “Südafrika

  1. kristin

    toll..ich freu mich schon auf die schönen Fotos und Berichte..wir werden dieses Jahr auch endlich mal wieder in die Ferne reisen..mit Bruno ..und wir haben uns für Südkorea entschieden 🙂 aber erst im Herbst 🙂

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